
4. der Spaßfaktor
Nicht zu unterschätzen ist die Auswirkung von genussvoller, rhythmischer Bewegung zur Musik als Freizeitvergnügen in geselliger Runde. Sowohl für Untrainierte als auch Ältere bietet sie mit dem Austausch von Gefühlen und Emotionen die Möglichkeit bei Stress und leichten Formen von Depression für Entspannung zu sorgen. Die positive Auswirkung der Bewegung auf Blutdruck, Atmung und den Hormonspiegel von Serotonin und Dopamin führt zu mehr Wohlbefinden. Wie eine Forschergruppe der Universität Oldenburg bewies, wird die Ausschüttung des
Stresshormons Cortisol während des Tanzens mit Musik reduziert. Stattdessen werden vermehrt stimmungsaufhellende Glückshormone wie Oxytocin und Endorphine in Umlauf gebracht. Eine Kontrollgruppe tanzte ohne Musik. Bei ihnen befand sich eine deutlich höhere Konzentration von Cortisol im Blut.
Oxytocin wird ebenfalls ausgeschüttet, wenn unser größtes Sinnesorgan, die Haut, tastende Berührungen wahrnimmt. Tanzen spricht in unserem Gehirn das sogenannte Belohnungssystem an und scheint damit wie eine Droge auf unser Gehirn zu wirken. Die zahlreichen guten Gefühle regen das Genusssystem an, motivieren uns und führen dazu, dass wir es wieder tun, verspricht Frau Dr. Christensen.
Sogar das Immunsystem profitiert vom Hören von Musik, in dem die Produktion von Antikörpern angeregt wird, wie eine Studie des University College London zeigte.
Tanzende Menschen gehören meist einer Gruppe an, was sie verbindet, ihnen Sicherheit und die Möglichkeit von Kommunikation bietet. Häufig steigt das Selbstbewusstsein, weil man etwas Neues erlernt hat, sich in der Musik kreativ ausdrücken kann und Emotionen verarbeiten kann.
-> 5. Koordination